Geschichte des Hauses
Eine Wirtschaft, die Chilchli heisst.
Eine wohl einmalige Erscheinung. Denn dieses Chilchli ist ein veritables Restaurant. Wie kam es zu diesem Namen?
Bärenwil ist mit 778 Metern die höchstgelegene Gruppensiedlung im Kanton Baselland und gehört zur Gemeinde Langenbruck. Noch im 15. Jahrhundert hatte Bärenwil einen eigenen Bann und einen Geschworenen, der das Dorf verwaltete. Im Gegensatz zu Langenbruck wollte aber Bärenwil dem 1832 neugegründeten Kanton Baselland nicht beitreten. Es blieb Baseltreu.
Die Basler belohnten diese Haltung, indem sie den Bärenwilern einen Pfarrer stellten. Zuerst war es der ehemalige Pfarrer von Langenbruck, Bleienstein, der von den Baselbietern abgesetzt worden war, weil er den Eid auf die neue Verfassung verweigert hatte. Er predigte in Bärenwil, wo ihm die Basler zu diesem Zwecke ein Zimmer mit Rednerpult hatten einrichten lassen. Auf ihn folgte Vikar Zäslin. Er wohnte und predigte im Haus, das 1833 einen Dachreiter mit Glocke erhielt und heute Restaurant Chilchli heisst.
Die Glocke wird noch täglich um 11:00 Uhr geläutet und schlägt zur vollen und halben Stunde.

- 17. JahrhundertMitten in Bärenwil wird das heutige Restaurant Chilchli als Bauernhof erbaut. Zeitweise dient das Gebäude als Schule und «Kirche».
- 1833Das Haus erhält einen Dachreiter mit Glocke.
- 1970Fritz und Lotti Aegerter kaufen das Chilchli und legen den Grundstein zur Familientradition, dem Wirten.
- 1983Der Sohn Hans Aegerter übernimmt mit seiner Frau Züsi das Restaurant.
- HeuteStefan Aegerter, dritte Generation im Betrieb, führt das Chilchli mit seiner Frau Corinne.
Nach dem Porträt «Ein Chilchli für das leibliche Wohl» in der Dorfzytig (2015). Artikel als PDF
Ein Maler aus Bärenwil
Albert Schweizer, nicht zu verwechseln mit Albert Schweitzer, dem Urwald-Doktor, war ein bekannter Landschaftsmaler aus Bärenwil. Er lebte von 1886 bis 1948. Von Bärenwil aus unternahm er unzählige Wanderungen in den Jura, der «Landschaft der Licht- und Luftstimmungen», wie er sagte. Er genoss aber auch die Lebensfreuden in Rom und Paris.
Der Kunstverein Olten veranstaltete ihm zu Ehren mit grossem Erfolg eine umfassende Ausstellung seiner Werke. Ebenfalls zu seinen Ehren wurde im Jahre 1987 am Geburtshaus, gegenüber dem Chilchli, eine Ehrentafel angebracht. Unsere Albert Schweizer Stube ist mit 5 seiner Werke geschmückt.

Besitzer und Wirte: Stefan und Corinne Aegerter
- Gemeinde / Poststelle
- 4438 Langenbruck
- Telefon
- 062 390 11 13
- Höhe über Meer
- 778 Meter
- Wir akzeptieren folgende Kreditkarten
- Eurocard/Mastercard und Visa
